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Top 10 der häufigsten Fehler mit Pumpen in  Brunnen

Bei Brauch- und Trinkwasserbrunnen sind Unterwassermotorpumpen  unverzichtbare Bauteile, welche bei Totalausfall den Betrieb im wahrsten Sinne des Wortes trocken laufen lassen. Wenn dann nicht auf Stadtwasser umgestellt werden kann ist die Not groß! Die technisch ausgereiften Pumpen können selbst bei sorgfältigster Auswahl bei unsachgemäßer Anwendung schnell in Störung gehen.

Deshalb gibt es gute Tipps zum richtigen Betrieb der Unterwasserpumpen.

  1. Pumpen nicht am Netzkabel aufhängen:
    Brunnenpumpen dürfen auf gar keine Fall am Motorkabel aufgehängt werden. Bei Einbau der Pumpe muss das Gewicht der Pumpe und Steigleitung von einer selbsttragenden Leitung oder von einem Sicherungsseil abgefangen werden. Sonst drohen Kabelbruch und sogar Absturz der Pumpe.
  2. Knickstellen in der Steigleitung vermeiden:
    Scharfes Abknicken oder Quetschen reduziert die Fließgeschwindigkeit des Wassers in der Steigleitung oder Ablaufleitung. Dies kann zum frühzeitigen Verschleiß der Pumpe führen, weil die Pumpe immer mit Volllast gegen Wiederstand arbeitet und so nicht im optimalen Betriebspunkt läuft.
  3. Auf die richtige Drehrichtung achten:
    Bei Kraftstrompumpen ist immer auf die Drehrichtung des Motors zu achten. Schnell ist das Kabel falsch angeschlossen und dabei die Phase vertauscht worden, wobei das Drehfeld geändert wird. Ist ein Anlaufruck nach links zu spüren, stimmt die Drehrichtung und die Pumpe bringt volle Leistung.
  4. Generatorleistung oder Steckdosenabsicherung richtig bemessen:
    Bei Auslegung eines Stromgenerators oder bei Anschluss der Pumpe am Festnetz ist darauf zu achten, dass der Anlaufstrom der Pumpe vom Stromaggregat auch Leistungsmäßig geliefert werden kann und ebenfalls die Dauerleistung bei maximaler Förderleistung der Pumpe. Bei Netzanschluss muss auf die ausreichende Absicherung geachtet werden.
  5. Einbaulage beachten:
    Der Einlauf der Pumpe sollte über der Filterstrecke im Brunnen hängen. Wenn der Einlauf in unter der Filterstrecke liegt muss ein Kühlmantel am Pumpenmotor installiert werden, damit der Motor im Betrieb vom vorbeiströmenden Wasser ausreichend gekühlt wird.
  6. Netzkabel schützen:
    Immer auf die Kabelschutzschiene an der Pumpe achten. Das Kabel muss mit Kabelbindern oder Gummibindern an der Steigleitung befestigt werden, damit es nicht nach unten abrutscht und bei Ausbauarbeiten für Verklemmungen sorgen kann. So werden Kabelschäden vermieden.
  7. Keine Wartungsarbeiten mit Netzanschluss:
    Grundsätzlich die Pumpe vom Netz nehmen, wenn Wartungs- und Inspektionsarbeiten durchgeführt werden. Der Kontakt mit spannungsführenden Teilen ist dann ausgeschlossen. Kabelreparaturen nur durch Fachpersonal.
  8. Pumpenmotor nicht im Sand versinken lassen:
    Elektromotoren brauchen im Betrieb Kühlung. Wenn der Brunnen im Betrieb Sand fördert und der Motor im Sand/Schlamm versinkt, stiebt er den Wärmetod. Pumpen beim Einbau nicht auf dem Brunnenboden abstellen. Für ausreichend Abstand von der Brunnenwand sorgen. Der Motor sollte immer eine Nummer kleiner vom Durchmesser sein als der Brunnen.
  9. Pumpe nicht trocken laufen lassen:
    Unterwassermotorpumpen brauchen Wasser als Schmiermittel. Wenn die Pumpe trocken läuft fehlt die Schmierung und die Pumpe ist in Sekundenschnelle Schrott. Um das zu verhindern empfiehlt sich der Einbau eines Trockenlaufschutzes.
  10. Brunnenverschleiß überwachen:
    Regelmäßige Überprüfung der Pumpe und bei festgestellter Verockerung Befahrung des Brunnen mit einer Brunnenkamera können frühzeitig Veränderungen im Brunnen aufzeigen. Regelmäßige Pumpversuche mit Ermittlung der Förderleistung und des Absenkspiegel geben Hinweise auf einer Verringerung der Förderleistung. Grundsätzlich ist die Verringerung der Wasserförderung durch die Verstopfung der Brunnenfilter verursacht. Der Grund für die sogenannte Brunnenalterung sind die mit dem Betriebsalter zunehmenden Leistungsminderungen. Diese werden überwiegend hervorgerufen durch Verockerungen oder Versinterungen in den Brunnenrohren, Filterschlitzen und Kiesfiltern sowie im angrenzenden Locker- oder Festgestein. Bei der so genannten Verockerung werden infolge biologisch induzierter Prozesse, chemische Ausfällungen als Eisen- und Manganoxide gebildet, die die Filterstrecken der Brunnen dauerhaft verschließen können. Je länger die anfänglichen weichen Ablagerungen im Brunnen verbleiben, werden daraus nach ca. einem bis zwei Jahren steinähnliche Inkrustierungen (z.B.Geotit), welche mechanisch nicht mehr und chemisch nur noch bedingt gelöst werden können. Die Folge ist ein Verlust der Förderfähigkeit des Brunnens. Nach 10 % Leistungsverlust sollte ein Brunne Regeneriert werden um nicht dauerhaft geschädigt zu werden.

Hier ist noch ein nützlicher Link zum Bundesumweltamt für private Brunnenbesitzer: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/gesundes_trinkwasser_barrierefrei_mai_2013.pdf

Infos unter www.Brunnen-Dienst.de

Dipl.-Ing. (FH) Martin Knobbe
BPK Brunnen- und Pumpen Service
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D 45327 Essen
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